Historischer Besuch der Nachkommen von Fritz Ketz in dessen ehemaligem Wohnhaus im Stadtteil.

Sohn und Enkel wünschen dauerhafter Ehrung für den antifaschistischen Maler in seiner früheren Wahlheimat. Projekt Ortsgeschichtliches Museum: eigenes Spendenkonto eingerichtet.

Sohn und Enkel des antifaschistischen Malers Fritz Ketz( 1903 bis 1983) besuchten erstmals  auf Einladung der heutigen Besitzerin Lisa Speck gemeinsam sein ehemaliges Wohnhaus, das er sich in den Dreißiger Jahren selbst erbaut und dann auch bewohnt hat. Die Begegnung wurde vom Bürgerverein arrangiert und fand in herzlicher Atmosphäre statt. Jörn-Uwe Droemann, sein Sohn, extra aus Soest/NordrheinWestfalenund Enkel Markus Droemann sogar aus London angereist, wo er zur Zeit lebt, hatten ausführlich Gelegenheit den früheren Wirkungsort ihres Künstler-Vorfahren zu besichtigen und wertvolle Erinnerungen mit Lisa Speck austauschen.

 

„Die Nachkommen wünschen sich eine dauerhafte Ehrung für den Künstler in seiner Wahlheimat Neckarweihingen, besonders weil bisher kaum noch etwas an den bedeutenden Maler erinnert. Obwohl  ältere Neckarweihinger sich auch heute noch an ihn erinnern, weist bisher weder eine Straße, ein Weg ein Platz, eine Brücke oder dergleichen auf ihn hin, das sollte sich bald ändern,“ regt Roland Schmierer, der Vorsitzende des Bürgervereins, an. „Seine eindrucksvollen, gegen den Nationalsozialismus gerichteten Kunstwerke zwangen den Künstler am Ende des Krieges sogar dazu unterzutauchen, auch deshalb unterstützen Jörn-Uwe und Markus Droemann bereits seit einiger Zeit nachdrücklich die Errichtung eines Ortsgeschichtlichen Museums im Stadtteil Neckarweihingen und wollen dafür auch wichtige Exponate ihres (Groß)Vaters aus der Neckarweihinger Schaffensperiode zur Verfügung stellen,“ weiß Roland Schmierer von dem historischen Treffen zu berichten, „das wir dein wertvoller Beitrag zur Teil der Ortsgeschichte des Stadtteils werden,“ ist er überzeugt.

 

Der Bürgerverein selbst hat unterdessen ein eigenes Spendenkonto eingerichtet. Mitbürger, die sein großes Projekt „Ortsgeschichtliches Museum“ finanziell unterstützen wollen, überweisen dazu an den Bürgerverein Neckarweihingen, Spendenkonto „Ortsgeschichtliches MuseumIBAN DE69 604901500267315023 bei der Volksbank Ludwigsburg.

 

 

Die Aufnahme zeigt von links nach rechts Roland Schmierer, den Vorsitzenden des Bürgervereins, Jörn-Uwe Droemann, den Sohn des Künstlers, Lisa Speck, die heutige Besitzerin des Fritz-Ketz-Hauses, und Enkel Markus Droemann.