Betreuungsplätze: Wird der Bedarf künftig gedeckt?

Neckarweihingen hat derzeit einen hohen Bedarf an zusätzlichen Betreuungsplätzen für Kinder, sowohl für Kinder unter drei, als auch für Kinder über drei Jahre. Laut Renate Schmerz, Leiterin des Fachbereichs Bildung und Familie, fehlen insgesamt rund 60 Plätze im Stadtteil, davon mehr als 30 für U3. Eltern müssen ihre Kinder in anderen Stadtteilen in die Betreuung geben.

Um die Situation in Neckarweihingen zu entspannen, waren neben dem Bau des Kinder- und Familienzentrums zwei weitere Maßnahmen geplant: Die Erweiterung des katholischen Kindergartens Sonnenhaus in der Landäckerstraße, sowie die Errichtung einer Interimslösung in der Hohenraintraße beim Kinderhaus Violetta. Beide Maßnahmen liegen aber auf der Prioritätenliste des Gemeinderates nicht sonderlich weit vorne, so dass mit einer schnellen Realisierung nicht gerechnet werden kann. "Wir werden prüfen, ob wir deshalb die Kita Häslenweg 2020 überhaupt vom Netz nehmen können", sagt Renate Schmetz. Denn ursprünglich war geplant, diese Kita zu schließen, wenn alle anderen Baumaßnahmen abgeschlossen und neue Betreuungsplätze geschaffen worden sind. "Bliebe der Häslenweg auch nach 2020 in Betrieb, könnten wir den Bedarf halbwegs decken", so Renate Schmetz.
Quelle: LKZ, Ausgabe vom 05.06.2015