Kindertagesstätte "Aquila cunabula"

Veranstaltung des Bürgervereins zum Kinder- und Familienzentrum, zu dezentralen Angeboten im Stadtteil und der Vorstellung eines neuen Kita-Projektes für das Gebiet Au.

Im April 2012 setzten sich drei engagierte Frauen zusammen und beschlossen gemeinsam eine Kita aufzubauen. Es wurde das Konzept diskutiert, die Trägerform etc. und im August 2013 die Aquila cunabula UG (Unternehmensgesellschaft haftungsbeschränkt) gegründet. Im September erfolgte die Eintragung ins Handelsregister und im Oktober wurde die Gemeinnützigkeit bescheinigt.

Auf der Suche nach einem geeigneten Ort für ihr Projekt suchten sich die drei Frauen den Stadtteil Neckarweihingen aus. In diesem Stadtteil fehlt es dringend an Kita-Plätzen. Im nördlichen Teil gibt es zwar das „Kinderhaus Violetta“ und das „Kindernest Schmetterlinge“ in der Schwarzwaldstraße und in der Landäckerstraße den Kindergarten „Sonnenhaus“ und im Moment noch das Kinder- und Familienzentrum im Häslenweg, das nach Umbau der alten Grundschule in der Neuen Straße dorthin ziehen soll. Trotzdem fehlen noch viele Kita-Plätze. Lt. Stadtverwaltung 45 Plätze für unter Dreijährige (U3) sowie 33 Plätze für Drei- bis Sechsjährige (Ü3).
Inzwischen müssen die Kleinen in anderen Kindergärten im Umkreis untergebracht werden. Dieser Zustand wird sich noch verschlechtern, wenn die jungen Familien, wie von der Stadt Ludwigsburg gewünscht, in die Neckarterrassen ziehen. Das Neubaugebiet in der Rilkestraße in der Au ist bereits von jungen Familien bewohnt. Doch leider gibt es in der Au keine Kindertagesstätte. Die Kleinen müssten in die Kitas in die Ortsmitte oder in den Norden des Stadtteils gefahren werden. Es sollte aber so sein: Kurze Füße, kurze Wege. Und hier genau greift das Projekt, das vom Bürgerverein und vom Förderverein der Friedrich-von-Keller-Schule unterstützt wird. Beide Vereine möchten dazu die Stadt Ludwigsburg ins Boot holen. Mit der geplanten Kindertagesstätte „Aquila cunabula“ bekäme Neckarweihingen zusätzlich 20 Plätze U3 und 20 Plätze Ü3 dazu, aufgeteilt in 2 Kindergruppen mit 10 Kindern und einer Kindergruppe mit 20 Kindern. Die Kita wäre von 7:00 bis 17:30 Uhr geöffnet und mit den Kosten an die Elternbeiträge der Stadt Ludwigsburg angelehnt. Sie bieten den in der Au angesiedelten Firmen auch Kita-Plätze für ihre Mitarbeiter an, was ein großes Plus für die Firmen sein kann.

Hanna Klug, Hanna Schrenk (v.l.n.r.)
Hanna Klug, Hanna Schrenk (v.l.n.r.)
  Hanna Schrenk, Bärbel Bauer und Hanna Klug stellten am 25. März 2014 im Sitzungssaal des Rathauses ihr Konzept vor und erklärten zu Beginn was „Aquila cunabula“ bedeutet, aus dem lateinischen übersetzt: „Adlernest“. Das Nest steht für Geborgenheit und Wärme und der Adler für Stärke, Verantwortung und Selbstbewusstsein. Den Kindern soll in dieser Kita spielerisch das Englische vermittelt werden, das seine Fortsetzung in der Grundschule – Friedrich-von-Keller-Schule - finden sollte.
Bärbel Bauer
Bärbel Bauer
  „Wir begleiten das Kind auf seinem Weg ein gesellschaftsfähiger Mensch zu werden. D.h. das Kind lernt Teil einer Gruppe sein zu können und dennoch eigene Wege zu gehen - das Kind wird in seiner Selbstwirksamkeit gestärkt - das Kind wird in seiner Resilienzfähigkeit gestärkt - das Kind wird in seiner altersspezifischen Alltagsbewältigung unterstützt, es erfährt Begleitung und Unterstützung beim Erschließender immer größer werdenden Welt - Das Kind lernt eine andere Sprache kennen (bilinguale Erziehung) - Die kindliche Neugier an einer fremden Sprache und Kultur wird geweckt - wir wollen auf ganz natürliche Weise das Fundament für den weiteren Spracherwerb legen,“ so die Aussage der

drei Frauen. Diese bilinguale Kindertagesstätte wäre die erste dieser Art in Ludwigsburg und könnte ein Leuchtturmprojekt für die Stadt werden.

Um das Projekt in Neckarweihingen zu verwirklichen suchen die Projektleiterinnen dringend eine Immobilie in der Au. Der Innenbereich sollte 400 – 500 qm groß sein und der Außenbereich zum Spielen ca. 300 qm. Alle Neckarweihinger/innen sind aufgerufen, dieses Projekt, im Namen unserer Kinder, zu unterstützen. Weitere Informationen gibt es unter: www.aquila-cunabula.de.

Zu den Personen, die hinter dem Projekt stehen:

Hanna Schrenk studierte Frühkindliche Bildung und Erziehung – Kindheitspädagogin und arbeitet derzeit als englischsprachige Fachkraft in einer bilingualen Kinderkrippe in Stuttgart. Bei diesem Projekt ist sie die Geschäftsführerin, sie ist Ansprechpartnerin für die Behörden und pflegt die Website.

Bärbel Bauer ist gelernte Erzieherin und arbeitet auch in diesem Beruf. Momentan ist sie im Mutterschutz. Sie ist verantwortlich für die Konzeption und für die Spendenarbeit.

Hanna Klug ist Berufsschullehrerin und unterrichtet angehende Erzieher in einer Stuttgarter Berufsschule. Sie kümmert sich um die Immobiliensuche und um die Finanzierung und arbeitet ebenfalls mit der Stadt Ludwigsburg zusammen.